Mexiko, Baja California Teil 2 – 12. Jan bis 12. März

Nach 2 Wochen verlassen wir mit etwas Wehmut unsere schöne Bucht in Agua Verde, denn irgendwann müssen wir auch mal wieder Wasser und die Vorräte auffüllen. Nach einem Übernachtungsstopp in Ciudad Constitucion geht es über eine ausgefahrene sandige Piste an die Pazifikküste bis zum Strand von El Conejo. Hier sind die Surfer zu Hause und wir stellen uns halbwegs windgeschützt in die Dünen. An Schwimmen ist aufgrund der Brandung nicht zu denken, aber dafür ziehen die Wale auf dem Weg nach Süden hier vorbei. Allerdings so weit draußen, dass man mit Mühe und Glück ab und zu mal einen blasen sieht, oder eine Schwanzspitze erspähen kann. Dafür lädt der Strand zu schönen Spaziergängen ein und wir erleben einen wunderschönen Vollmond. 

Nach drei Tagen geht es auf die andere Seite nach La Paz, der Hauptstadt von der Baja California. Den Ort kennen wir noch von unserem letzten Besuch in 2017 und gehen wieder auf den Campingplatz Maranatha, zehn km vom Ortszentrum entfernt. Von hier geht es bequem mit Uber in die Stadt und wir bummeln an der Strandpromenade entlang, gehen auf dem öffentlichen Markt Fisch und Gemüse einkaufen und lecker essen. Marion & Max müssen eine Kleinigkeit in einer Werkstatt reparieren lassen und danach freuen wir uns wieder auf den Strand. 

Ein paar Kilometer nördlich von La Paz ist der Strand von Tecolote. Dort stehen wir mit vielen anderen Overlandern direkt am Wasser und ein paar nette Strandkneipen sind nur wenige Schritte entfernt. Der Wind weht hier meistens sehr kräftig und so kommt auch mal wieder unsere Windschutzplane zum Einsatz. Trotzdem können wir nicht verhindern, dass wir gut sandgestrahlt werden und der Sand in jede Ritze kriecht. Aber mit ein paar leckeren Margaritas in der Strandbar ist das doch ganz gut erträglich. An einem Tag machen wir eine Wanderung über den Berg und an verschiedenen Buchten vorbei in ein Naturschutzgebiet. Die Balandra Beach mit glasklarem Wasser und schneeweißem Sand zieht jeden Tag unzählige Touristen an und alle wollen die Attraktion, den pilzförmigen Felsen, fotografieren 

Nach vier Tagen haben wir genug von Wind und Sand. In La Paz machen wir noch einen Zwischenstopp und dann geht es wieder an die Pazifikküste nach Todos Santos. Für eine Nacht bleiben wir auf einem Campground in Stadtnähe und können von dort ganz bequem die Stadt erkunden. Todos Santos ist auf amerikanischen Massentourismus eingestellt und dementsprechend hoch sind auch die Preise. Der Ort hat jedoch jede Menge interessante Fotomotive. Anziehungspunkt ist unter anderem das Hotel California das angeblich von den Eagles besungen wurde. 

Am nächsten Morgen parken wir um auf einen kleinen Campground am Stadtrand. Dort ist es ruhiger und wir machen abends einen schönen Spaziergang zum Strand wo zurzeit jeden Tag bei Einbruch der Dämmerung frisch geschlüpfte Wasserschildköten ins Meer entlassen werden. Ein Spektakel das jeden Tag viele Touristen anzieht. Auf dem Weg dorthin machen wir noch einen Einkehrstopp im bayrischen Biergarten mit Bratwurst und Schnitzel auf der Speisekarte, Ayinger Bier vom Fass und Preisen wie daheim. Zur Verdauung gibt es dann später am Platz noch eine Rumverkostung. 

Ein paar Kilometer weiter südlich geht es an die traumhaft schöne Jimi Beach. Hier treffen wir viele Deutsche die wir in den letzten Monaten irgendwo schon mal gesehen haben. Der Strand ist genau nach unserem Geschmack und wir richten uns häuslich ein. Tagsüber beobachten wir Wale, die uns nicht weit vom Ufer entfernt ihre Springkünste zeigen, und tauschen Erfahrungen mit den anderen Reisenden aus. 

Wenn man von unserer Bucht einige Kilometer über den Berg läuft kommt man an einen einsamen Strand, der nur zu Fuß zu erreichen ist. Und der gehört den Walen die sich hier im Dutzend ganz nah am Strand in der Brandung wälzen um sich von Parasiten zu befreien, die sich auf ihrer Haut angesiedelt haben. Ein unglaubliches Spektakel das wir uns stundenlang an einem Menschen leeren Strand anschauen können. 

Die Tage plätschern dahin und wir verbringen die Zeit damit den Liegestuhl nach dem Stand der Sonne auszurichten und abends lassen wir uns leckere Fischgerichte schmecken. Alternativ machen wir ab und zu nochmal den Ausflug über den Berg zur Walbucht. Nach ein paar Tagen kommen noch Robert und Janet dazu mit denen wir zuletzt in Neufundland und Labrador ein Stück zusammengefahren sind, und später dann auch noch Rolli und Colli, mit denen wir im April 2024 in Halifax unsere Autos am Hafen abgeholt haben. 

Nach gut einer Woche werden Lebensmittel und Wasser knapp und wir fahren nach Cabo San Lucas zum Einkaufen, Wäsche waschen und Wasser auffüllen. Am nächsten Tag machen wir einen Stadtbummel in San Jose del Cabo und gehen lecker Mittagsessen. 

Vor der Weiterfahrt müssen wir Luft ablassen, denn nun geht es fast 100 Kilometer eine unbefestigte und ausgewaschene Piste am Golf von Kalifornien entlang in Richtung Norden. Überall sieht man noch die Verwüstungen von den Hurrikans der letzten Jahre. Die Strände sehen mehr oder weniger gleich aus und wir entscheiden uns erstmal für Nine Palms wo sich die Surfer in den Wellen tummeln. Außer Wale beobachten und unserer 30-minütigen Morgengymnastik, die wir seit einiger Zeit jeden Tag machen, tut sich nicht viel. Und, dass wir den Liegestuhl nach der Sonne ausrichten wisst ihr ja nun schon. Nach ein paar Tagen fahren wir 30 km weiter bis Cabo Frailes. Hier stehen wir ebenfalls direkt am Strand, aber außer den Walen gibt es hier auch lokale Fischer die uns mit fangfrischem Fisch versorgen. Und so gibt es mal wieder Ceviche und Fischtacos so viel wir wollen. 

Weiter geht’s immer an der Beach entlang bis zum Strand von Miramar. Der ist genau nach unserem Geschmack. Wir machen lange Strandspaziergänge und schauen den Walen und Mantas bei ihren Sprüngen zu.  Abends kochen wir gemeinsam und genießen die wunderschönen Sonnenuntergänge. Es fehlt uns also an nichts. Kein Wunder, dass wir über eine Woche an diesem schönen Platz bleiben. 

Wir verlassen vorerst das Meer und fahren weiter durch die Berge bis El Triunfo. Dort gibt es eine Pizzeria an der wir einfach nicht vorbeifahren können. Die Preise sind zwar wie bei uns zu Hause beim Nobelitaliener, aber da müssen wir jetzt durch. Außerdem gibt es noch frisches Brot und Mandel Croissants vom Feinsten und gut gestärkt fahren wir noch die paar Kilometer bis La Paz. 

Auf dem Campground in La Paz warten Hermann & Ritschi auf uns, mit denen wir in USA schon viele schöne Tage verbracht haben. Wir füllen die Vorräte auf und gemeinsam geht es weiter zum Strand von Tecolote. Dort sind mittlerweile fast mehr Deutsche als Mexikaner und immer wieder trifft man Leute die wir auf dem Weg von Halifax bis hierher schon mal gesehen haben. Hermann & Ritschi verlassen uns nach ein paar Tagen. Dafür stoßen dann Max & Marion wieder zu uns die zwischenzeitlich einen Abstecher in die Berge gemacht haben. Die Sonnenuntergänge sind fantastisch und um einen Sundowner kommt man bei so viel Pracht kaum herum. Robert & Janet und Dennis & Daniela sind mittlerweile auch eingetroffen und gemeinsam feiern wir Roberts Geburtstag mit drei Kilo Fleisch das Max & Dennis gekonnt zu Schnitzel verarbeiten. Ein wahrhaft opulentes Mahl mit viel Wodka zum Nachspülen. 

Die meiste Zeit bis zu unserem Heimflug bleiben wir in Tecolote. Ein paar Tage vorher gehen wir auf den Campground in La Paz und bereiten das Auto für die 6 Wochen Pause vor. Am 12. März fliegen wir von San Jose del Cabo nach Deutschland und freuen uns auf die Familie, Freunde und Enkelkinder. Ende April geht es dann zurück auf die Baja und von dort dann gleich weiter aufs mexikanische Festland. Natürlich werden wir weiter berichten. Bis dahin viel Vergnügen beim Lesen und Bilder anschauen.  

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Kommentare: 5
  • #1

    Clemens (Mittwoch, 12 März 2025 04:22)

    Danke für den tollen Bericht,
    Hoffe ich kann bald auch auf Tour gehen.
    Meine Kabine ist fast fertig.
    Allzeit gute Zeit.
    LG

  • #2

    Max und Marion (Mittwoch, 12 März 2025 05:01)

    Vielen Dank für den tollen Bericht. Wir hatten eine super Zeit mit euch. Wir freuen uns auf ein wieder sehen.

  • #3

    Supi (Mittwoch, 12 März 2025 07:20)

    Diese idyllische Gegend lässt uns freudig in die Zukunft blicken!�
    Wenn ihr lane genug dableibt sehen wir ins noch.

  • #4

    Zweizeller_on_tour (Donnerstag, 13 März 2025 04:40)

    Ein super Bericht! Schöne Zeit zuhause! �

  • #5

    Margit (Donnerstag, 13 März 2025 10:24)

    Toller Bericht, schöne Aufnahmen.
    Eine gute Ankunft in Deutschland
    und vielleicht sieht man sich ja.
    Liebe Grüße Margit